Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Wie jedes Jahr muß sich Harry Potter die Sommerferien von seinen Pflegeeltern vermiesen lassen. Kein Wunder, daß er ausrastet und seine Tante wie einen Ballon aufbläht und durch die Weltgeschichte fliegen lässt. Der Schulverweis ist Harry so gut wie sicher, denn Zauberei in den Schulferien ist minderjährigen Zauberern strengstens untersagt.

Doch Harry Potter wäre nicht der Held der Geschichte, wenn alles anders kommen würde. Die offiziellen Stellen sind froh und glücklich, daß Harry überhaupt am Leben ist, denn aus Askaban, dem Hochsicherheitsgefängnis für Zauberer, ist der gefährliche Sirius Black entkommen, der es anscheinend auf Harrys Leben abgesehen hat. Auf der Zaubererschule Hogwarts bekommt man immer öfter die Dementoren, die Wächter von Askaban, zu Gesicht, die zur Jagd auf Sirius Black geblasen haben. Diese Dementoren sind jedoch unheimliche und gruselige Schattengestalten, die keinen Unterschied zwischen „Gut“ und „Böse“ machen.

Bald hat der Schulleiter Albus Dumbledore alle Hände voll zu tun, um Schaden von seinen Schülern abzuwenden.

Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ ist der bisher längste Potter Roman, der auf die Leinwand gekommen ist. Umso mehr erstaunte es, daß der Film mit ca. 2 Stunden im Vergleich zu seinen Vorgängern relativ kurz ausfiel. Da liegt auch meines Erachtens das Größte Manko des Films. Wer das Buch (wie ich) nicht vorher gelesen hat, wird bei manch einer Szene mit großen Fragezeichen in den Augen im Kinosessel sitzen. Die anschließende Lektüre des Buches empfiehlt sich für alle, die genauer aufgeklärt werden wollen. Hierbei merkt man dann, daß so manche wichtige Information nicht erwähnt und viele Szenen im Vergleich zum Buch stark gekürzt wurden. In diesem Fall war weniger nicht wirklich mehr.

Viel zu schnell ging mir auch das Schuljahr vorbei. Zwar weiß der Zuschauer, daß er im Film ein ganzes Schuljahr geboten bekommt, jedoch fällt es an mancher Stelle schwer die kleineren und größeren Zeitsprünge nachzuvollziehen. Eine kurze Überleitung mit der Erwähnung einiger Banalitäten (Ron und Hermine haben sich verkracht, Hagrid bereitet die Verteidigung Seidenschnabels vor etc.) hätte das Jahr ausgefüllter erscheinen lassen und nicht so als wäre die ganze Geschichte innerhalb von zwei Wochen passiert.

Die Special Effects rangieren qualitativ zwischen „gut gemacht“, z. B. die Animation der Zeitungen und Fahndungsfotos und „ziemlich bescheiden“, z. B. Harrys Ritt auf dem Hippogreif.

Was den Film aber wirklich sehenswert macht ist die Story in Verbindung mit der Atmosphäre, die der Film erzeugt. Mal märchenhaft romantisch, mal witzig, mal traurig und durchgehend spannend. Die Rollen sind durchgehend exzellent besetzt und man merkt den Schauspielern (u.a. Daniel Radcliffe, Rupert Grint und Emma Watson) an, daß sie Spaß an der Arbeit hatten.

Fazit: Der dritte Harry Potter Film ist durchaus sehenswert, hätte allerdings gerne eine halbe Stunde länger sein dürfen.

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