Kurzvostellung: Spade Man von Adam Sternbergh

Weihnachten steht vor der Tür und da geht der Trend bekanntlich zum Drittbuch. Noch ein Geheimtipp für Fans von dystopischen Romanen dürfte zumindest in Deutschland der Autor Adam Sternbergh sein. Doch seine bislang – bei Heyne Hardcore – im Paperback vorgelegten je 350 Seiten dicken Thriller Spade Man und Feindeslandsind beste Genrekost, eigenwillig, stilistisch hervorragend und packend geschrieben! (Kleine Stilprobe, wie ironisch SF sein kann: „Ich töte Männer. Und ich töte Frauen, denn ich willl nicht diskriminieren.“) Die Szenerie: Terroristen haben New York zweimal in die Luft gesprengt, das Word Trade Center und den Times Square. Letzteren mit einer schmutzigen Bombe. Die Armen sind geflohen, so es denn möglich war, die Reichen leben zurckgezogen in ihren Wolkenkratzenr … eingelogt in virtuelle Welten; träumend, der Realität entflohen, von hochbezahlten Pflegerinnen betreut. Spademan, ein Müllmann (!), der durch die Bombe seine Frau und jeden Halt verloren hat, treibt als Killer durch ein apokalyptische Welt voller irrwitziger Ränkespiele, beeindruckender Ideen. Der beste deutsche Thriller-Autor Friedrich Ani kommt zu dem Schluss: „Spademan ist eine ebenso zeitgemäße wie alttestamentarische Figur, und Sie werden sie lieben.“ Stimmt genau.

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