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Karl-Herbert Scheer Straße PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Claudia   
Sonntag, den 20. September 2009 um 18:41 Uhr

160 Unterschriften hat Rolf-Dieter Euler bei einer großen Perry-Rhodan-Jubiläumsveranstaltung gesammelt: Er setzt sich dafür ein, dass in Friedrichsdorf eine Straße nach Perry-Rhodan-Erfinder Karl-Herbert Scheer benannt wird. Friedrichsdorf. Ein eingefleischter Perry-Rhodan-Fan wie der FDP-Stadtverordnete Rolf-Dieter Euler (FDP) hat die passende Verpackung für seine Unterschriftenliste: Eine schwarze Tüte mit Perry-Rhodan-Motiven. Darin verbirgt sich das Dokument, mit dem Euler erreichen möchte, dass dem großen Friedrichsdorfer Science-Fiction-Autor und Perry-Rhodan-Erfinder Karl-Herbert Scheer die Ehre zuteil wird, dass die Stadtväter eine Straße nach ihm benennen.

Und ganz nebenbei würde damit der Name Friedrichsdorfs weltweit innerhalb der großen Fangemeinde in aller Munde sein, sagt Euler. Am Donnerstag überreichte Euler gemeinsam mit Manfred Edelmann, einem nicht minder begeistertem Perry-Rhodan-Fan, dem Ersten Stadtrat Norbert Fischer (CDU) die Unterschriften, die mehr als nur eine Blättersammlung war: Euler hat dazu Autogramme der aktuellen Autoren der Perry-Rhodan-Serie gelegt, ebenso den 2500. Band, signiert vom Autor Frank Borsch. «Danke für diese wertvolle Mappe, die sicher nicht in irgendeiner Schublade verschwinden wird», betonte Norbert Fischer. «Die Autogramme habe ich, wie die Unterschriften, beim großen Perry-Rhodan-Jubiläums-Treffen in Garching bei München gesammelt», erklärte Euler. «Anlass für dieses Treffen im vergangenen Juli war das Erscheinen des 2500. Perry-Rhodan-Hefts», erläuterte der 56-Jährige, der im Alter von 11 Jahren den ersten Heft-Roman mit den Abenteuern des Titelhelden gelesen hat. «Karl-Herbert Scheer ist nicht nur in Friedrichsdorf bekannt», hob Science-Fiction-Fan-Euler hervor. «Als Schriftsteller genoss er Anerkennung und Ruhm in der ganzen Welt. Er war Preisträger des Hugo Awards. Wissenschaftler werden mit dem Nobel-Preis ausgezeichnet, Autoren des Science-Fiction-Genres mit dem Hugo-Award», erläuterte Euler.

Der große Scheer-Verehrer erinnerte bei der Übergabe der Unterschriftenliste in seiner kleinen Laudatio, dass Karl-Hebert Scheer 1961 Einmaliges geschaffen habe. «Er erfand mit Perry Rhodan eine wöchentlich erscheinende Romanserie, an der verschiedene Autoren beteiligt sind. Und Perry Rhodan existiert heute noch. Wöchentlich begeistern sich allein in Deutschland mehr als 80 000 Leser», so Euler, der selbst alle 2500 Hefte gelesen hat. Jede Woche pilgert er zum Kiosk und deckt sich mit dem neuen Roman ein. «Ich habe alle Hefe zu Hause», berichtete Euler und bot allen Interessierten an, sich bei ihm Perry-Rhodan-Hefte auszuleihen. «Ich halte das Lebenswerk von Karl-Herbert Scheer für so außergewöhnlich, dass ihm eine Ehrung in Form eines Straßennamens in Friedrichsdorf zuteil werden sollte», erklärte Euler. «Selbstverständlich habe ich vor meiner Unterschriftensammlung mit Karl-Herbert Scheers Witwe Heidrun Scheer gesprochen.» Sie habe nichts gegen Eulers Initiative einzuwenden, im Gegenteil. «Sie würde sich sehr darüber freuen.»

Von der Idee, im Wohnort Scheers eine Straße nach ihm zu benennen und ihm so posthum ein Denkmal zu setzen, waren alle, mit denen Euler in Garching gesprochen hat, begeistert. «Unterschrieben haben Fans aus ganz Deutschland und auch aus Österreich», freute er sich. Und nicht nur das: Täglich gehen im Rathaus weitere E-Mails und Briefe von Perry-Rhodan-Fans ein, die mit Eulers Vorschlag sympathisieren und darum bitten, die Straßenbenennung zu realisieren.

«Bisher sind es 150 Briefe und E-Mails. Das ist mehr als beeindruckend», fand Fischer, der zugab, selbst noch kein Perry-Rhodan-Heft gelesen zu haben. «Aber ich erinnere mich an eine Begegnung mit Karl-Herbert Scheer, die ich auch nie vergessen werde», berichtete er. «Das war 1987, als ich als Helfer bei der Volkszählung in Dillingen unterwegs war und so auch an der Haustür der Familie Scheer klingelte. Freundlich bat mich Karl-Herbert Scheer hinein. Er war sehr nett und beantwortete geduldig meine Fragen. Keine Frage, Karl-Herbert Scheer war ein bemerkenswerter Bürger.»

Fischer bedankte sich bei Euler für dessen Engagement. «Wir werden Ihre Idee aufgreifen und bei den künftigen Straßenbenennungen Karl-Herbert Scheer auf unsere Liste setzen», versicherte Fischer. «Auf alle Fälle wäre es sinnvoll, eine Straße in der Nähe von Scheers Haus nach ihm zu benennen, beispielsweise im neuen Wohngebiet, das nach dem Wegzug der Philipp-Reis-Schule rund um den Hohen Weg entstehen wird. Auch das Wohngebiet, das an der Plantation entstehen soll, wäre eine denkbare Gelegenheit für eine Karl-Herbert Scheer Straße», meinte Fischer.

 

 

Quelle: www.fnp.de

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 20. September 2009 um 18:51 Uhr
 

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